Ich schreibe immer das neueste zuoberst, damit die die immer mal wieder reinschauen nicht bis ganz nach unten scrollen müssen. Unter Fotos lade ich immer wieder mal was hoch.

5.10.
Um 08:30 geht es los Autofahrt an den Fluss, dann Boot (ein kleineres), dann Besuch eines Dorfes mit Markt und zum Schluss ab zu Flughafen 15:50 Flug nach Hangzhou gut 2 Stunden. Da kommen wir in den Grossraum um Shanghai mit zig Millionen Einwohnern. Weiter geht es auf der nächsten Seite.

4.10.
Heute ist unser Ruhetag, keine Ausflüge, keine Menschenmassen. Wir sind ausserhalb von Yangshuo in einem kleinen Hotel mit 20 Zimmern in verschiedenen Gebäuden, das Personal, wie immer sehr freundlich und recht gut englisch sprechend. Im Gegensatz zu den Hotels in den Städten bisher hat es hier auch westliche Touristen, die haben sonst eher selten angetroffen. Auch die Speisekarte ist darauf ausgerichtet, neben traditionellen lokalen Gerichten auch westliche.
Das Hotel liegt hinter einigen Häusern die grade im Bau sind, als wir gestern ausgestiegen sind - etwas geschockt waren wir schon.

Überraschung hinter diesen Häusern verbirgt sich:

Der Welcometea war recht gut, sonst ist es etwas schräg mit den Trinkgewohnheiten der Einheimischen. Bereits in Peking überraschte uns die Reiseleiterin als sie warmes Wasser bestellte, sie war keine Ausnahme. Alternative ist ein (für mich) ziemlich geschmackloser Tee, der wird auch gerne genommen. Wir haben zwei Seiten gesehen, eben die Teetrinker und dann hin und wieder die die es dann eher etwas krachen lassen. An einem Tisch haben sie Reisschnaps in grösseren Mengen gekippt, oder einmal im Gartenrestaurant, 4 "jüngere Herren" die lassen sich gleich mal einen Karton mit 12 1/2 Liter Flaschen unter den Tisch stellen.

Den ganzen Tag wollten wir schon nicht nur rumhängen. Vom Hotel haben wir einen E-Scooter gemietet und sind etwas dem Fluss entlang gekurvt. Wie überall ziemlich Verkehr auf den Strassen viele Töffli und auf dem Wasser viele "handbetriebene" Bambusboote. Unser Scooter ist so um die 50 km/h schnell.

3.10.
Morgen ist ein Ruhetag hier in Yangshuo. Es täuscht, aber es geht auch etwas an die Substanz, fast jeden Tag ein anderer Ort, Hotel. Am Morgen meist zwischen 6&7 aufstehen, dann immer mal wieder etwas Auto fahren und natrülich Treppensteigen, in den Städten ist immer puffig. Dann kommen in der Gegend die hohen Temperaturen Luftfeuchtigkeit dazu, wir haben hier immer um die 35° mit "gefühlten" 37-39°.
Die Reiseleiterin ist gut und kann gut deutsch. Sie ist etwas Fan von Taoismus und Yin und Yang. Da hören wir immer mal wieder was dazu. Heute hat sie ein mittleres Problem gehabt, ihr Büro hat die Tickets bei der Boots-Anlegestelle hinterlegt, sie schnappt die Dinger und wir stehen an für das 09:30 Schiffe, bei der Kontrolle nehmen sie sie raus - die Tix wären für 09:00 gewesen, das Boot ist nun aber schon weg. Die ist fast zusammen gebrochen und musste neue Tix kaufen für 11:30 Schiff. Warten wir halt und nehmen dann das spätere Boot - gibt ein gratis Nachtessen vom lokalen Büro gesponsort.
Nun die Flussfahrt auf dem Fluss Li, durch die Karstberge. Haben duzende Fotos geschossen von der einmaligen Landschaft. Es ist natürlich wie alles in China immer mit ziemlich vielen Menschen verbunden, Die Strecke von Guilin bis Yangshuo ist gut 60 km, das Schiff braucht dafür knapp 4 Stunden. Das Schiff heisst, es fahren pro Tag in der Hochsaison über 100 - in Worten - HUNDERT Schiffe da runter, das sind nur die grossen mit gut 100 Plätzen... Die Schiffe fahren dann am Abend - fast immer leer - wieder hoch nach Guilin am nächsten Tag das selbe Spiel. Dazu kommen noch unzählige Kleinboote mit knapp 10 Leuten an Bord. Diese machen jeweils nur Strecken von einem Dorf zum anderen und wieder zurück.

Am letzten Tag hier in der Gegend kommen auch wir noch in den Genuss eine kurzen Fahrt mit einem kleinen Boot, danach geht's auf einen lokalen Markt und dann ab zum Flughafen wo nach meinem Rundschlag die Business Class Flüge gleich doppelt bestätigt wurden - schau mer mal. Ich war nach dem 1.10. ziemlich sauer, nebst dem überbuchten Flug das Desaster mit dem Hotel. Der Agent von Peking hat mich dann noch angerufen und sich 27x entschuldigt. Sie wollten uns auch noch Kohle geben für die falsche Klasse usw. aber das will ich mit dem Zürcher Büro klären.

Der Chinesen ihre Lieblingsbeschäftigung neben dem Reisen ist natürlich das Handyfötelen, immer in Pose und vor jedem Berg auf der Reise. Am Ende des zweiten Drittels kommt eine besonders schöne Passage, die hat es sogar auf den 20 Yuan Schein gebracht, also Föteli mit dem Schein und dem Berg und den Kindern, Eltern Frauen, Männern, Eltern, Grosseltern, Enkeln Freunden usw.

Nach der Fahrt geht es erst im kleinen Büssli durch die chaotischen Innenstadt von Yangshuo zum Parkplatz, von dort weiter in ein Dorf etwas abseits der Stadt. Beim Aussteigen erst etwas fragende Gesichter, wir steigen in einer schmalen Strasse aus, etwas baufällige Häuser und 4 Leute erwarten uns, dann geht es durch einige kleine Gassen und natürlich auch Treppen zum Hotel. Das entpuppt sich als kleines aber sehr "gmögiges" Boutique Hotel. Mit freundlichem englisch sprechendem Personal und Bier in der Minibar.

2.10.

Wir sind kurz nach acht mit der Seilbahn runter von dem schönen und schaurigen Berg. Danach fahren wir durch die Täler  dem Fluss entlang in ein - wie es in den Hochglanzbroschüren beschrieben wird - Dorf einer etnischen Minderheit - der Dong. Mit traumhaften Holzhäusern, einer Brücke und einem Trommelturm. Leider alles zerstört, die Prospekt Fotos sind wohl einige Jahre alt. Die ganzen Dörfer sind zu einem Touristen Sumpf verkommen. Die ehemals Einheimischen machen "Folklore" und verkaufen irgendwelchen Schrott..Überall werden zwischen den ehemaligen Holzhäusern neue Beton/Backstein "Bauwerke" hochgezogen. Alles ist vermüllt - ganz im Gegensatz zu den Städten wo peinlich auf Sauberkeit geachtet wird. Dies gilt für die beiden "traumhaften" Spots (Reisterrassen und Dong Dorf). Bei den Reisterrassen scheint es Alternativen zu unserem Desaster zu geben. Das Dong Dorf ist endgültig am Ende. Die letzten zwei Tage würde ich ersatzlos streichen. Fotos (die schönen und die grusigen gibt es unter Fotos, wir machen morgen eine Flussfahrt und haben den Tag drauf dann "frei" Heute Abend war Albanifest in Guiling, die feiern ihren ersten "August" 7 Tage lang und das voll Gas, Fotos kommen ebenfalls.

1.10,
Heute ziehen wir den Katastrophentag ein. Nichts hat geklappt - ausser, dass wir pünktlich um 04.00 in der Lobby bereit sind für den Transfer zum Flughafen. Am Flughafen, keine Business-Class mehr - überbucht, ist wohl dem "Oktoberfest "zum Opfer gefallen. Dann Ankunft in Guilin, Abholung klappt perfekt. Wir fahren ca. 2 Stunden in die Berge um die alten Reis-Terrassen zu besichtigen. Das Büro in Zürich hat das Hotel geändert, das vorgesehene war ausgebucht. Leider haben sie dabei ganz tief in die Tinte gegriffen. Das Hotel ist nur via Seilbahn zu erreichen - mussten alles umpacken in unsere Kabinentrolleys, Koffer passen nicht in die Gondeln. Nebst dem Feiertag wurde ein Ort ausgelesen der auch normal komplett überlaufen ist. Das bedeutet so 2 Stunden anstehen an der Gondelbahn. Dann ein Fussmarsch durch Baustellen und über diverse Treppen zum "neuen" Hotel, das ist so neu, es ist noch gar nicht fertig. Den Lift haben sie von Anfang an vergessen (wir wohnen im 4 Stock). Der Koch muss wohl erst noch eingestellt werden, Essen mit Ausnahme des zugekauften Reis im Bambusstock - na ja. Fast vergessen bei der Lästerei - das Internet ist das schnellste bisher (Oktoberfestgeschwindigkeit??).

Genug gelästert, die Reisterrassen sind wirklich imposant und die Aussicht super. Leider (schon wieder lästern) haben hier in der Gegend die Chinesen alle Tourismusfehler auf einmal gemacht. Es werden Hotels hochgezogen wie irre, es sieht ein bisschen aus wie Disneyland, die lokalen etnischen Minderheiten werden zu Statisten.  Aber die Landschaft ist super schön - wenn nicht überall Abfall (schon wieder lästern) rumliegen würden.Die schönen Reisterrassen bleiben aber schön.

Morgen früh um 08:40 geht es wieder runter mit der Seilbahn - wir hoffen um diese Zeit noch zackig runter zu kommen - stay tuned.